Montag, 13. Juni 2016

Die braune Kornblume

Immer wieder stoßen wir im Internet auf Gruppen mit Sympathien für die FPÖ oder sogar aus deren Umfeld, die höchst bedenkliche Inhalte weiterverbreiten. Dieses Mal ist uns die öffentliche Gruppe „Club 3 Kornblume” mit knapp 3 000 Mitgliedern aufgefallen.
Die Sympathien zur FPÖ sind unverkennbar, wie an dem folgenden Bild deutlich zu erkennen ist:
screenshot:www.facebook.com

Die Verbindungen zur FPÖ gehen sogar noch weiter, doch dazu später mehr. Zunächst sei festgestellt, dass sich ganz offensichtlich auch Sympathisant_innen der als rechtsextrem eingestuften Identitären Bewegung und der NPD sehr wohl in dieser Gruppe fühlen, wie die folgenden Bilder beweisen:

screenshot:www.facebook.com

Und dass sich Personen des rechtsextremen Spektrums in der Gruppe wohlfühlen, das kann wenig verwundern, sieht man sich die Inhalte, die in der Gruppe geteilt und „diskutiert“ werden, genauer an. Die Palette (rechtsextremer) Schweinereien ist groß:.

Muslime werden widerlich diffamiert::
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Auch die muslimische Politikerin Muna Duzdar wird übelst beschimpft:
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Antisemitismus (kombiniert mit Beleidigungen der deutschen Bundeskanzlerin):

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Bis hin zu perverstesten Bestrafungsfantasien und Mordaufrufen:


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Der Mann, der hier eine AK 47 zum Einsatz bringen möchte, hat sich auf dem Profilbild übrigens mit BPO Strache abbilden lassen.

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Und das Gutheißen von Straftaten (man beachte insbesondere auch die Likes):

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Darüber hinaus wird der Nationalsozialismus in verschiedenen Beiträgen aus unserer Sicht klar verherrlichend dargestellt:
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Und unserer Meinung nach die Verbrechen des Holocausts relativiert:

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Das wirklich schockierende dabei: Mitglieder dieser Gruppe sind nicht „nur“ FPÖ-Anhänger_innen, sondern auch mehrere Funktionäre.

Da hätten wir zum Beispiel Manfred Ruckerbauer, FPÖ-Gemeinderat in Vorderweissenbach:

Und Markus Perlinger, FPÖ-Gemeinderat in Enns:
Markus Perlinger FPÖ GR Enns.PNG
Oder  Andreas Goldschmidt, Bezirksrat FPÖ-Wien:
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Außerdem Mathias Klingenschmidt, FPÖ-Götzens, der auch selber einen Beitrag verfasst hat:
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Wir sind gespannt auf die Ausreden besagter Herren. Zumindest Andreas Goldschmidt und Mathias Klingenschmid wird es schwer fallen zu behaupten, sie hätten von den Vorgängen in der Gruppe nichts mitbekommen, da dies aufgrund ihrer aktiven Interaktion als sehr unwahrscheinlich anzusehen ist.

Als Resümee müssen wir leider wieder einmal festhalten: Offiziell mag die FPÖ behaupten, sich vom Rechtsextremismus zu distanzieren. Die Aktivitäten ihrer Mitglieder zeigen aber, dass dieses Bekenntnis kaum das Papier wert ist, auf das es geschrieben wurde.
Wer FPÖ wählt, muss klar sein, dass er damit Menschen unterstützt, die anscheinend kein Problem mit schlimmsten Beleidigungen, Mordfantasien, Antisemitismus und Wiederbetätigung haben.